Seit 1931 befindet sich eine Gastronomie in der Burg Schwalbach, damals im alten Torhaus.
Im Rahmen der Renovierung 1971 wurde das alte Palastgebäude erneuert.
Hier entstand ein Burgrestaurant und im Obergeschoss ein Rittersaal für Feste und Feiern.
Besucher können den hohen Turm der Burg kostenlos besichtigen und erklimmen.
Historie
Unter dem Namen „Sqalbach“ wird Burgschwalbach erstmals in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen an das
Kloster Prüm am 9. Juni 790 erwähnt.
Auch das Kloster Fulda besaß um 800 schon Güter in Squalbach, die durch Tausch 831 an das Kloster Prüm gingen.
Um 1185 erwarben die Grafen von Katzenelnbogen die prümische Vogtei und konnten so auf das untere Palmbachtal übergreifen.
1326 wurde Burgschwalbach Wilhelm II. zugesprochen, der es 1330 aus der Hand Ludwigs des Bayern als Reichslehen empfing.
1352 kam es zu einer Teilung der Grafschaft durch die Brüder Wilhelm II. und Eberhard V. Der Letztere erhielt für sich allein Burgschwalbach und Laufenselden,dazu Anteil an den Burgen Reichenberg und Katzenelnbogen.
Am 30. Januar 1368 wurden ihm durch Kaiser Karl IV für Burgschwalbach das Recht verliehen, das Dorf mit Gebäuden, Mauern, Türmen, Toren und Erkern nach Belieben zu befestigen und zur Stadt zu machen und dort auf den Dienstag einen Wochenmarkt einzurichten.
Obwohl in allen einschlägigen Werken die Bauzeit der Burg Schwalbach von 1368 bis 1371 angegeben wird, erscheint sie trotz der damaligen Frondienste der Einwohner als äußerst kurz; sie ist quellenmäßig auch nicht zu belegen. Das erste Datum wurde wohl übernommen, weil der Ort 1368 Stadtrechte erhielt.
Nach der Limburger Chronik dürfte die Bautätigkeit im Jahre 1362 oder noch früher begonnen haben.
War möglicherweise die Kernburg 1371 vollendet, dürfte die Fertigstellung der Burgkapelle erst 1388/89 erfolgt sein. Am 23. April 1389 stiften Graf Eberhard und seine Frau Agnes auf der Burg Schwalbach eine Kapelle mit einem Altar zu Ehren Christi, Marias und der Heiligen Bartholomäus, Johannes des Täufers, Anthonius und Aller Heiligen mit Zustimmung von Herrn Johann von St. Goar, Pastor zu Burgschwalbach.
Der Bau der Burg, die Stadt- und Marktrechte war den Grund zur Ausbildung der Kellerei und zur Entstehung des Amtes Burgschwalbach.
Die Stadtrechte sind wohl kaum genutzt worden. Bis ins 17. Und 18. Jahrhundert wird Burgschwalbach stets als Flecken bezeichnet.
Die Verwaltung der Burg übte im Auftrag des jeweiligen Burgherrn der „Keller“ (auch Kellner) oder Schlossverwalter aus, auch Schlossamtmann genannt.
Vom Bestehen einer Kellerei zeugen Rechnungen aus den Jahren 1425 bis 1448.